Montag, 31. Mai 2010

I love rock n roll...

...so put another dime in the jukebox baby!
Gestern sind die drei Besucher wieder nach Hause aufgebrochen. Eine Woche mit bis zu 35°C liegt hinter uns und nicht nur einen Tag, nein, die ganze Woche war hier der Sommer pur. Es war manchmal wirklich viel zu warm, um sich zu bewegen. Ich bin wirklich gern ins office gegangen, aber der Grund war einzig die Klimaanlage.
Am Dienstag haben wir in Paddys Geburtstag hinein gefeiert. Ich durfte diesen Tag später, erst gegen mittag auf arbeit erscheinen, was dem Mittwoch im office im Vorfeld den Schrecken nahm. Ich denke schon, dass wir diesen Ehrentag doch gebührend betanzt haben. Weil wir die letzten Tage ein wirklich volles Apartment hatten und es mehr einer Jugendherberge glich , denn einer Wohnung,
schliefen meine zwei Gäste zum Abschluss dieses Tages auf dem rooftop. Es war wieder ein traumhafter Sonnenaufgang. Ich weiß eigentlich schon jetzt, dass ich diesen Anblick am meisten vermissen werde, wie friedlich und ruhig eine Stadt dieser Größe sein kann, wird man wirklich nur an solchen Momenten messen können.
Freitag sind wir wiedermal nach Williamsburg zum tanzen gefahren. Das schöne hier ist, dass viele der kleineren Clubs keinen Eintritt verlangen, die Getränke sind aber gleich teuer - es gab Jever... Jever! Schmeckt aber nach dem ganzen Budweiser wirklich sehr herb, müssen wir uns eben wieder daran gewöhnen.
Am Samstag wollten wir zum New York Yankees Spiel gehen und mal einen typischen amerikanischen Nachmittag verbringen. Karten waren leider nur noch im begrenzten Umfang erhältlich und leider nicht mehr in niedriger Preisklasse.
So sind nur zwei rein und Mikey und ich sind einfach nur durch die Stadt geschländert, haben Fahrkarten zum Flughafen gekauft und haben einen 10 Blocks langen Straßenmarkt entdeckt. Wie sich später herausstellte, war das Spiel mit kurzen Ausnahmen nicht wirklich spannend und die Sonne tat ihr übriges, so dass die zwei Fans nach der Hälfte aus dem Stadion flüchteten.
An diesem Wochenende war das Bushwick music festival. Nach dem Verlassen der Subway hatte man sich schon gefragt, wo man hier eigentlich gelandet ist, man stand inmitten eines Industriegebietes - alles verlassen und echt gespenstisch. Aber nach einmaligem Nachfragen öffnete sich eine Tür zu einer alten Industriehalle und mit dem Spruch, wir müssten nach ganz oben, wurden wir hereingebeten. Die Band spielte dort wirklich auf dem Dach. Es war um die ganze Nacht um 25°C und dazu ein traumhafter Blick nach Manhattan - wirklich unvergesslich.
Am Sonntag machten sich alle drei Dresdner gestaffelt auf den Weg zu ihren Flügen.
Ich bin einfach zu Benni aufs rooftop, um noch ein bisschen Sonne zu haschen. Irgendwann holte ein etwas gealterter Herr seine Gitarre und fing an zu spielen und zu singen. Benni meinte, jaja, der is irgendwie berühmt und hat nen bekannten song geschrieben. Hab nachgefragt und... hat er. Es war Alan Merrill, der Kompnist von "I love rock n roll", wir haben noch verschieden Lieder mit ihm gesungen, bis der Alkohol und die starke Sonne unserem professionellen Musiker doch merklich zu schaffen machte.
Heute zum Montag war Memorial Day - Feiertag! Dieses mal fiel dieser für Amerikaner besondere Feiertag mit der Fleet Week zusammen und in der ganzen Stadt konnte man uniformierte
Marines sehen. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, dieses Stück amerikanische Kultur etwas näher zu betrachten. Leider fand ich im Internet keine Ablaufplan und die einzige Ausbeute war ein Kranz vor dem Navy Memorial. Aber die Gespräche mit den Marines, die mir die letzte Woche über den Weg gelaufen sind, waren doch sehr aufschlussreich und die ticken hier wirklich etwas anders, im Besonderen die Soldaten.

Montag, 24. Mai 2010

It's your birthday...

...we gonne party like it's your birthday. Geburtstagswochenende abgeschlossen - mission accomplished. Ist natürlich keine Pflichveranstaltung, sondern hat jedesmal viel, viel Freude gemacht. Alles fing am Donnerstag mit Umut und der Lower East Side an. Treff 19Uhr und der Plan waren 6 Kneipen, mit 6 Happy Hours und es waren am Ende wirklich sechs Stunden Spass. Ich bin eher weg, weil wir am Freitag job interviews hatten und ich nicht aussehen wollte, wie zwei Stunden Schlaf. Am Freitag kam als erster deutscher Besuch der Paddy gegen Mittag in NYC an und weil er an diesem Tag noch nicht viel von New York gesehen hatte, sind wir zusammen nach Queens, zum LaGuardia airport gefahren, um Mikey und Thomas abzuholen. Nach fast drei Stunden Odyssee, dem konsultieren aller Fluggesellschaften und dem Besuch jedes Terminals, hatten wir uns entschieden, die zwei ihrem Schicksal zu ueberlassen und sind zurück nach Manhatten gefahren. Später stellte sich heraus, dass beide durch Verzögerungen bei der Einreise in Washington, den Anschlussflug nach NYC verpasst hatten und erst 23.30Uhr gelandet sind und nicht 18.30Uhr, wie erwartet. Funktionierende Handys sind ein Luxus, den man nur allzu sehr als gegeben ansieht. Aber ist alles gut gegangen. Ich hatte als Rückversicherung einen Ersatzschlüssel bei unserem doorman hinterlegt und als ich am Morgen aufgewach bin, war ich nicht mehr alleine.
Am Samstag war Stephanies Birthday-picknick im Central Park geplant und man hatte das Gefühl, halb New York ist zum Entspannen im Park unterwegs-gut, an diesem Bild hab ich ein bisschen getrickst. Das Wetter zeigte sich von seiner schönen Seite, Sommer pur - für den deutschen Besuch doch eher ungewohnt. Die Kreation einer Mischung aus Rugby und Frisbee, gab dem Nachmittag letztendlich eine zweifelhaft sportliche Note, dem Spass jedoch keinen Abriss.
Paddy wollte am Abend nach einem halben Jahr Abstinez, wieder Williamsburg unsicher machen, was uns alle zu einer weiteren Runde COVE brachte. Musik war auch einfach mal wieder traumhaft - Full Time Fun!!!Diese Woche geht es weiter mit Geburtstagsfeiern und mein Besuch ist ja auch noch die ganze Woche da. Eigentlich zu schön - Dresden in New York.
Danke Marie fuer die tollen Springbilder und dass ich sie verwenden darf :)

Sonntag, 16. Mai 2010

Lost in the Park...

...just walk for a lark. Hatte am Freitag gleich wieder bei Benni geschlafen. Auf Subwayfahrten, die der unendlichen Geschichte recht nahe kommen, hatte ich einfach keine Lust mehr. Ich habe mich aber den Samstag nicht lange dort aufgehalten. Da der Central Park nur fünf Blocks enfernt ist, hab ich mich einfach mal auf eine "kleinen" Spaziergang eingelassen. Geht nie ohne Karte darein, der totale Irrgarten! Gut, Irre gibts da wirklich zu Hauf, besonders Samstag Vormittag, aber ehrlich, ich habe 2,5 Stunden gebraucht, um einmal durchzulaufen. Ich habe aber sehr schöne Stellen entdeckt und es sind nicht alle Wege überlaufen. Auf der Suche, nach dem rechten Weg findet man Bereiche der vollkommenen Ruhe. In der Stadt, die nie zu schlafen scheint eine echte Seltenheit.
Bin im Anschluss noch ins Guggenheim Museum. Ok, Video Performance ist nicht ganz so mein Ding, war aber so ganz interessant. Man kann sich eben die Sonder- ausstellungen nicht immer heraussuchen. Sind ja nicht die jedermann bekannten Kunstwerke des MoMA, aber sehenswert und was die Kunst manchmal nicht schaffte, konnte die Architektur - Atemlosigkeit beim Betreten der Haupthalle!
Mädels machten Mädelsabend und ein Teil war in Bosten, so fühlte ich mich etwas einsam in New York. Benni war aber noch da und wir haben das Gegenteil von Mädelsabend gemacht - nein kein Loch gegraben - aber Bowling spielen. Ich war schon mal besser, aber so nicht schlecht. Aufgefallen ist nur, dass alle anderen Bahnen nicht so ein Spass hatten wie wir. Neben uns war eine 25. Geburtstagfeier, die aber der Stimmung einer Beerdigung gleich kam. Seltsames Völkchen hier.
Sind im Anschluss ins Nikki Beach, jetzt bekam der Abend eine unvergessliche Note. Lorenz, ein Belgier, der hier in New York lebt, ist Stammgast in diesem Club. Man wurde an allen vorbei gewunken, in seine VIP Loge geleitet. 18 Jährige hatten keine Problem mit hinein zukommen und auf den dresscode wurde nur bei uns kein Acht gegeben. Musik war sehr, sehr gut. Viel mainstream, aber immer gut platziert. Eine Live-Geigen-Martina versüßte sogar einige Titel mit ihrem Spiel. Diana hat die Hälfte der Zeit auf dem Tisch getanz (I'm try to find the words to describe this girl - without being disrespectful^^), so war sie aber der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Danke, danke, danke Benni, war einer der besten Clubnächte, die ich jemals erlebt habe - einfach unbezahlbar...
Haben zusammen auf dem rooftop noch den Sonnenaufgang erlebt, was diesem Abend die perfekte Krone aufsetzte. Ehrlich, was kann schöner sein, als in einer 8,2 Millionen Stadt, friedlich und in nie gekannter Stille das Morgenrot und den anbrechenden Tag zu erleben.
War heute mit meinen zwei Lieblingsmädels den ganzen Nachmittag in Williamsburg Kaffee trinken und wir haben dieses Wochenende in Ruhe ausklingen lassen. Bei 27 Grad und ununterbrochenem Sonnenschein, kann man sich aber auch wirklich nur einen schattigen Hinterhof suchen.
Nächste Woche hat der Chef Jury duty und ist deswegen nicht im Büro, wird also hoffentlich ganz, ganz entspannt und ich freu mich auf meinen Besuch, der diese Woche ankommt...

New Jersey II...


...the Garden State. Die normale Woche endete diesmal schon am Donnerstag Nachmittag. Ich bin mit Jim nach New Jersey gefahren, um an einer variance procedure teilzunehmen. Wir sind nach zwei Stunden Verhandlung gescheitert, was mich persönlich nicht wirklich überrascht hatte. Der amerikanische Unterschied war aber, dass fast alle Nachbarn, die ich zwei Wochen vorher angeschrieben hatte, anwesend waren, um Jims Antrag zu verhindern. Er wollte in einem Einfamiliengebiet eine "Herberge" für bis zu sechs Untermieter anmelden und da war die Nachbarschaft geschlossen dagegen. Den Vogel schoss ein 96 jähriger Mann ab, der als Argumentverstärkung seinem Einspruch einen Vortrag über seinen Kampf für Freiheit in drei Kriegen voran stellte - Amerikaner tssss...
Hab am Freitag mit Jim ein riesiges Loch im Garten gegraben, gehört zwar nicht zu meinen direkten Aufgaben, war aber eine sehr schöne Abwechslung zum Büroalltag. Es war eine unglaubliche Genugtuung ein Projekt anzufangen und mit dem beabsichtigten Erfolg zu beenden. Nachteil, ich hab mir den ganzen Rücken verbrannt, die Sonne ist doch ziehmlich stark, hab mir gleich Sonnencreme gekauft und diese auch das ganze Wochenende in Verwendung gehabt. An alle in Deutschland, bei euch wird auch noch Sommer, versprochen!
Bin am Nachmittag schnellstens wieder zurück nach New York gefahren. Noch ein ganzes Wochenende in NJ konnte ich mir auch nicht wirklich vorstellen. Hatte mich wunderschön mit meinen Lieblingsmittbewohnern angeschrien, weil die Rücksichtslosigkeit wieder eine Grenze überschritten hatte. Wie sich nach diesem Wochenende herausstellte, war das einfach überfällig, denn nach zugeschlagenen Türen und der Drohung mich an das Immigrationsbüro zu verraten, haben wir nach einer halben Stunde Berühigung mit vier Bier alles ordentlich ausdiskutiert und seit dem ist es einfach traumhaft. Leise, rücksichtsvoll, wird zum Kaffee mit an den Tisch gebeten, redet über Erlebtes. Der Typ hat trotzdem noch einen Schatten.
Nach drei Wochen Pause war an diesem Freitag auch endlich wieder Party bei Benni. Eine detaillierte Beschreibung spar ich mir an dieser Stelle einfach. War natürlich nice und ging wieder lange, aber nach der Erschaffung eines Loches und dem indischen Wortgefecht mit positivem Ausgang, habe ich auch jede einzelne Sekunde genossen...

Dienstag, 11. Mai 2010

Riders on the Storm...


... into this world we're thrown.
Etwas verstpätet heute mal wieder ein Post von mir. Habe eine nette Musik- und Galeriewoche hinter mir. Ich war am Montag in einer Karaokebar gelandet, die diesen Namen wirklich nicht verdient hatte. Tolle Band, gute bis wirklich sehr gute Sänger und eine gute Stimmung. Erinnerte mich ein bisschen an die Open Mic Nights in der Groovestation, aber mehr Rock. Hatte wirklich Konzert Qualität. Leider schleppt man die Müdigkeit über fast die ganze Woche mit sich herum, besonders wenn meine indischen Lieblingsmitbewohner nahezu jeden Tag auf die Idee kommen sich halb zwei in der Nacht noch einen Fruchtshake zu mixen. Ich habe mich jetzt entschieden, sie nur noch wie Luft zu behandeln und vollkommen zu ignorieren, damit fuhr ich die letzte Woche ganz gut und werd das einfach weiter probieren.
Hab ja im letzten Post schon sehr ausführlich über meine wirklich tolle und fast jeden Tag neue streetart Nachbarschaft geschrieben und will an dieser Stelle auch keine weiteren Worte verlieren.
Am Freitag haben wir in einer kleinen dreier Runde das Wetter genutzt und uns am Washington Square getroffen, um den dortigen Musikern ein offenes Ohr zu schenken. Highlight war ein Typ, der seinen Flügel auf den Platz befördert hatte. Tip: Man sollte es vermeiden sich über die Sprache seiner Sitznachbarn lustig zu machen, was komplett ausländisch klingt, könnte manchmal auch Schweizerdeutsch sein und man wird recht gut verstanden. Haben gut gelacht und festgestellt, dass diese Schweizer sehr nett waren. Man sollte hier sowieso aufpassen, was man wann auf Deutsch sagt, weil hier manchmal mehr Leute Deutsch verstehen, als in manchen Stadtteilen in Deutschland. Waren danach noch im Greenwich Village in einem Comedy Club, der am Freitag aber nicht besonders voll und lustig war. Hatte ich schon mal anders erlebt und werde ihm noch eine Chance geben.
Wir wollten Samstag wieder das schöne Wetter nutzen, um ein kleines BBQ zu veranstalten, was aber durch Windböen in Orkanstärke nur minder gelang. Gläser, Becher, Flaschen, Fleisch und zum Schluss auch Menschen fanden sich auf dem doch sehr harten Boden der Dachterrasse wieder. Kannste ma schoen einpacken Chicago, the new Windy City is New York!
Sind danach in wieder recht kleiner Runde zu einer Ausstellung in einem alten Warehouse in der Westside gefahren. Was am Anfang sehr klein und überschaubar aussah, entpuppte sich nach genauerer Betrachtung doch als kreatives Kleinod, war gut, gern wieder...
Bin am Sonntagmorgen bei Benni aufgewacht. Mal nicht als erstes ideotische Mitbewohner zu sehen, macht einen Sonntag gleich von Beginn an angenehmer. Ich wünsch mir für diese Woche wieder Temparaturen um die 30Grad, bei Sonnenschein und 18 Grad is schon fast ein bisschen kalt :-)
Mal sehen, was diese Woche bringen wird. Ich bin gespannt New York...

Mittwoch, 5. Mai 2010

The War of Colors




Heute mal was anderes...

Jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit, gehe ich durch eine Straße voll von Kustwerken.

Jeden den das jetzt nicht interessiert, der muss auf den nächsten Eintrag warten.

Das absolut Beste ist, dass es eine neue Bauwand gab und die wurde über Nacht wieder schön beklebt. Nun hatte es die Nacht aber geregnet und der Freddy konnte sich am Morgen, auf dem Weg ins Büro ein Plakat abmachen. Hatten über den Tag noch mehr Leute die Idee und die Wände sind jetzt völlig leer. Macht doch jeder, wenn der ominöse Künstler seine Kunstwerke für 100.000 Dollar verkauft. Ich lasse heute mal einfach die Bilder sprechen...


...und muss was zitieren:

"Niemand weiß so genau, wer er ist. Vielleicht ein fiktiver Charakter? Andere munkeln sogar, es handle sich um den ominösen Banksy, dessen Identität bis heute ein Geheimnis bleibt. Fest steht allerdings, dass der Street Artist Mr. Brainwash von sich selbst behauptet, den bürgerlichen Namen “Thierry Guetta” zu tragen. Würden sich derartige Vermutungen allerdings bestätigen, stünden wir vor einer ernüchternden Einsicht: Ein gut durchdachtes Konzept, engagierte Schauspieler und eine große Portion Medienhype machen aus Streetart Millionen-Kunstwerke. Ist die Streetart-Szene wirklich so beliebig? Zumindest hat schon der aktuell um sich greifende Hype ausgereicht, um Mr. Brainwash zum Kopf hinter Madonnas aktuellem Album-Cover zu machen."

Wer auch immer sich hinter dem Pseudonym “Mr. Brainwash” verbirgt – er ist ein Genie.

Sonntag, 2. Mai 2010

Look deep in May´s face...

...and leave behind the springtime days. Man will damit sagen, dass wir dieses Wochen- ende 32° Celsius hatten. Ich kann mir jetzt ungefähr vorstellen, wie der richtige Sommer hier werden wird. Temperaturunterschiede von gefühlten 30 Grad zwischen klimatisierten Fahrzeugen und der Außenwelt, machen das mitnehmen eines Pullovers essetiell.
Ok, Woche war wieder so lala, nicht wirklich erwähnenswert. Freitag waren wir in einer unglaublichen toll gelegenen Wohnung im Financial District zum Geburtstag eingeladen, zwei Straßen neben Ground Zero. Was man wieder wunderschön feststellen konnte, Amerikaner vertragen kein Bier. Die deutschen Gäste waren gesittet und benahmen sich der Fremde der Wohnung entsprechend. Amis kamen, tranken zwei Bierchen und fingen an Nussschalen unter die Couch zu schmeißen - ein bissl wie sie sich in anderen Ländern benehmen. Egal! Danke Mark...
Danach mal schön ins Hudson Terrace gefahren- nett. Musik war nich ganz mein Geschmack, war aber tanzbar. Schlecht ist eben nur, dass man um vier rausgeschmissen wird - nicht nett!
Am Samstag wurde ich von Jim mit Rühereiern, Speck und Bratkartoffeln überrascht. Hab ich mich natürlichriesig gefreut. Nachteil daran, er wollte den Kühlschrank leer bekommen, um ihn mit mir am Sonntag sauber zu machen. Heißt, das Frühstück war der Anfang und danach gab es nur Dinge, die wahrscheinlich schon länger als ihr reales Leben in diesem Kühlschrank verbracht hatten und das, wo ich doch nix esse, wo das Verfallsdatum abgelaufen ist, wenn nächste Woche kein Blogeintrag kommt, lag es am Essen.
Samstag auf Bennis Rooftop Terrasse ein schön entspanntes, spontanes Grillerchen veranstaltet. Einfach ein traumhafter Ausblick. Geschichte des Abends, ich in der Bahn eingeschlafen, ein netter Beamter der Metropolitan Transportation Authority weckte mich mit den Worten "Last Stop man..." ich raus, aufs andere Gleis, auf die nächste Bahn gewartet, eingestiegen, eingeschlafen und zum Schluss wieder auf der 96. Straße, dort wo ich hergekommen bin, aufgewacht. Da hatte der erste Zug in der Endhaltestelle gewendet und stand wieder Uptown, also in die falsche Richtung, so dass das Nachbargleis auch Uptown war. Tip: Immer schön die Augen aufhalten.
Bin am Sonntag zeitig auf- gewacht. Die Polizei war da, ich hatte meinen dunklen Nissan Pathfinder am Times Square falsch geparkt und sollte jetzt den Strafzettel bekommen. Nein Spass, hat hier irgendwie keiner richtig mitbekommen, was am Times Square los war, erst Im Laufe des Sonntags ist das dann mit Mundpropaganda rumgegangen.
War Vormittags mit Jim in der Trinity Church zum Gottesdienst und der Jim hat gesungen, war interessant. Der schwarze Pastor hat dann auch Witze über die Bombe gemacht, also darf ich das auch, so!
Haben den Resttag ohne Jim, am Ufer des East River in Williamsburg verbracht, einfach wieder ein unglaublicher Blick. Mehr Fotos wieder im Album am Seitenende.


So, wieder viel zu viel geschrieben. Und ja Mama, ich geh auch ins Museum, nächste Woche, versprochen...